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Wegen des Landesmusikfestes 2018 in Schmallenberg setzten wir in diesem Jahr den Weg eine Woche später als ursprünglich geplant fort - dafür aber wieder zweitägig.

St. Blasius in SelkentropEntlang der historischen Heidenstraße führte uns der Jakobus-Pilgerweg von Felbecke (Schmallenberg) nach Dünschede (Attendorn).

Wir freuten uns über das gute Wetter und darüber, dass die katholische Kirchengemeinde uns ihren VW-Bus zur Verfügung stellte. So konnte Bernd uns zum Pilgerweg hin und wieder zurück fahren und zwischenzeitlich so manche Erleichterung verschaffen.
In der Kapelle St. Blasius in Selkentrop begrüßten uns Annemarie und Herbert Schmo
von der Brachter Höhe kommendranzer. Das Ehepaar hat mehrere Bücher über das Pilgern und Wandern auf der Heidenstraße geschrieben. Sie ermutigten uns mit einem geistlichen Impuls.
Die erste Etappe führte an der Werntroper Mühle vorbei, über historische Hohlwege steil bergauf z
ur Brachter Höhe. Dort genossen wir einen großartigen Fernblick.

Im Ort erinnert ein Denkmal an die bekannte Sauerländerin Christine Koch. Sie lebte viele Jahre in Bracht. Annemarie und Herbert gaben uns viele Hintergrundinformationen zur Dichterin.
die Wegetafel in BrachtWeiter führte der Weg nach Oberelspe. Dort versorgten uns Manfred und Liesel Steffen. Das Ehepaar pflegt, fördert und versorgt in liebevoller Weise Menschen mit einer Behinderung. Sie zeigten uns ihr Haus und den Garten und erfrischten uns mit kühlen Getränken. Nach kurzer Strecke endete dann unsere Tagesetappe am Gedenkstein der Heidenstraße in Oberelspe.
Im Landgasthof Heimkehof in Berghausen verbrachten wir den Abend in gemütlicher Runde. Bei einem hervorragenden Abendessen und guten Gesprächen ließen wir diesen ersten Tag ausklingen.
Nach erholsamem Schlaf und gutem Frühstück besichtigten wir die Kirche St. Cyriakus in Berghausen. Die romanische dreischiffige Kreuzbasilika wurde um 1220 erbaut und zählt zu den ältesten noch erhaltenen Kirchen im Hochsauerlandkreis. Besonders beeindruckten die ganzwandigen Fresken im Chorraum.
St. Cyriakus in Berghausen, restauriertes Fresco aus dem 14. JhDer zweite Tag begann mit einem geistlichen Impuls am Gedenkstein der Heidenstraße in Elspe. Der Pilgerweg führte uns über eine Anhöhe (Lausebuche) mit Bildstock und Wegekreuz zur Kirche in Elspe. Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere ist eine der bedeutenden Jakobusstätten im Sauerland, das „
Santiago de Compostela im Sauerland“. Der Gang zum Altar birgt eine Bodenplatte mit der im "Santiago de Compostela" des SauerlandesJakobusmuschel auf dem Boden. Jakobus der Ältere ist hier wie in älteren Kirchen - statt mit den üblichen Pilgerattributen - mit Buch als Apostel dargestellt.
Auf unserem weiteren Weg leitete uns das Pilgerzeichen an der Förder Linde vorbei. Diese Stelle bietet eine inspirierend schöne Aussicht, und schon bald gelangten wir zur Pfarrkirche St. Martinus in Dünschede.
Wir konnten die denkmalgeschützte Kirche nicht sofort besichtigen, weil an diesem Nachmittag fünf Kinder getauft wurden. Direkt anschließend erhielten wir von dem Pastor spontan den geistlichen Abschlussimpuls. Wir freuten uns mit den Zeugen der Taufe über die Zusage unseres Gottes, dass er die Menschen liebt und Jesus Christus unseren Lebensweg begleiten will.vor der Kirche St. Jakobus, Elspe
Auf der Heimfahrt nach Breckerfeld legten wir noch einmal eine Pause ein, schlossen den Tag vor der Rückfahrt mit einem Eis und reflektierten dankbar den zurückgelegten Jakobusweg.

(Ingo Tacke; B.S; Fotos: G.Fiebig)

P.S: Unser herzlicher Dank gilt Annemarie und Herbert Schmoranzer. Sie begleiteten uns. Zudem half uns bei der Weg-Vorbereitung ihr sehr empfehlenswertes Buch über "Wandern und Pilgern auf der Heidenstraße", Band1, Bonifatius-Verlag. Es ist vor allem sehr gut als "Begleiter" auf dem Weg.


Annemarie und Herbert sprachen den Pilgersegen an St.Blasius - AufbruchSt.Blasius; Altar aus Wormbach - Rubens-Schule(?); re. St.Jakobus mit Schwert

 

 

St.Agatha in Werntrop

 

 

Heiligenhäuschen von Werntrop; mit weitem Blick

 

nach dem steilen Anstieg auf die Bracht der leicht abschüssige Weg auf den Ort zu

 

 

 

 

 

 

 

beim Kartenstudium - immer diese Veränderungen auf dem Weg!

zu Gast bei Familie Steffen - bei sehr willkommenen Erfrischungen

am Wegestein in Oberelspe - Ziel der Tagesetappe

 

nach einem ausgezeichneten Essen schmecken die Getränke: nachtanken! ... und es gibt vieles zu erzählen ...

von der Wegetafel in Oberelspe geht es nach Impuls und kurzer Besprechung auf den Weg -  zu Fuß!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Abstecher nach Berghausen lohnt: St.Cyriakus!

das vollständig restaurierte Fresco in der Apsis

vor uns das "Santiago des Sauerlandes" -

der Apostel Jakobus mit dem Buch als Attribut

 

das Mittelschiff - es gründet auf der mittelalterlichen Hallenkirche (um 1000 n Chr.)

Die Bodenplatte symbolisiert den Weg nach Santiago.

Mittelschiff von St. Martinus in Dünschede: im Gurtbogen zeigen sich die statischen ProblemeFresco: St. Martin beim Teilen seines Mantels

Altarraum in St. Martinus

 ... nach 5 Taufen

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